Septumdeviation und Nasennebenhöhlen-OP
Die Nicht-Teilnahme am diesjährigen Köln-Halbmarathon wegen einer erneuten Sinusitis hat mir den Rest gegeben. Nach fünf Nebenhöhlenentzündungen in diesem Jahr hatte ich mich nun entschlossen dem Leid ein Ende zu setzen, und beschloss mich am 24.10. einer OP zu unterziehen.
Meiner Nase wurde innerlich quasi eine Generalüberholung unterzogen. So wurde zum einen die Nasenscheidewand begradigt (Septumdeviation) und die Nasenmuscheln verkleinert, anderseits auch gleich die Nebenhöhlen (Siebbeinzellen und Kiefernhöhlen) eröffnet um eine ausreichende Verbindung zur Nasenhöhle zu schaffen. Natürlich war ich auch einigermaßen skeptisch, hatte ich mich doch vorher ausführlich über die Vor- und Nachteile im Web informiert. Doch getreu dem kölschen Motto “et hätt noch immer jot jejangen” ging ich schließlich positiv die Sache an.
Musste hierzu fünf Tage ins Krankenhaus, davon einer nur Vorbereitung. Dank verschiedener kleiner medikamentösen Helfer schlief ich die Nacht davor recht gut, und auch am Morgen der OP bis zur Narkose blieb ich gelassen. Die Anestesie selber fand ich recht angenehm (da nicht viel mitbekommen). Ein kurzes Kribbeln und weg war ich. Als ich nach gut einer Stun
de wieder aufwachte merkte ich dank der wirksamen Schmerzmittel auch noch nicht sehr viel. Im Zimmer angekommen musste dieser Zustand natürlich dokumentier werden. Die Sichtbarkeit des Bildes spiegelt so ungefähr meine Zustand nach der OP wieder… ;-)
Die ersten Tage danach waren wahrlich die Hölle. Extremer Druckschmerz durch die Tamponage und der Schwellung konnte nur mit etwas stärkeren Schmerzmittel gestillt werden. Als diese nach zwei Tagen entfernt wurden war die Erleichterung entsprechend groß. Weitere drei Tage später wurden noch die Silikonplättchen entfernt welche das Septum stabilisieren sollte. Heute sind mittlerweile drei Wochen seit der OP vergangen und ich kann sagen es hat sich bis jetzt definitiv gelohnt. Zwar ist noch eine leichte Schwellung festzustellen, kann ich seit einer Woche wieder problemlos Sport treiben und arbeiten. Ich bekomme bereits jetzt schon viel besser Luft als davor. Jedem der noch Bedenken hat kann ich zu diesem “Versuch” raten, denn verlieren kann man nichts, gewinnen aber viel.
Mein operierender HNO-Arzt: Dr. med. Stephanie Göbel
Mein besuchtes Krankenhaus: Klinikum Worms




Ich hab das auch grade hinter mir, schöner Bericht :)
Musst du jetzt auch 3 mal am Tag Nasenspray oder Tropfen nehmen?
Nur die ersten Wochen danach. Was ich jedoch seit der OP regelmäßig morgens und abends (min. jedoch 1x am Tag) mache ist eine Nasendusche mit handelsüblichem Nasenspülsalz welches Du am besten günstig in großen Packungen erwerben kannst (kann dir bei Bedarf mal die URL geben).
Hallo Oliver,
ich habe das Ganze auch gerade hinter mir (5.Tag nach OP)und kann deine Schilderung unterstützen. Da ich sehr gern laufe (ca. 50-60 km pro Woche vor der OP)würde mich intressieren wann du wieder mit dem Laufen begonnen hast?
Gruß Holger
@Holger: Habe ca. 2 1/2 Wochen nach der OP wieder langsam mit Sport angefangen! :) Zwar erst noch nicht unter voller Belastung und draussen beim Laufen nur im GA1-Bereich, doch der erste Lauf war fast wie ein neues Leben! :) Ein echt geniales Gefühl mal richtig tiiiief Luft holen durch die Nase :) Habe dann problemlos Woche für Woche steigern können und ohne Rückschlag bis zum nächsten Halbmarathon im April trainieren können :)