Archiv für Dezember 2007

Gegen Rassismus im Sport

11. Dezember 2007, Oliver

Kurz vor Weihnachten möchte ich noch auf eine gute Sache aufmerksam machen, nämlich auf die Aktion www.gegenrassismus.org welche aktiv in den Kampf gegen Rassismus einsteigt.

Hierzu haben die Verantwortlichen des Online-Netzwerks „sportme“ eine spezielle Internet-Seite eingerichtet. Dort sollen 100.000 Stimmen für eine Petition beim Bundestag zusammenkommen, um damit das Parlament aufzufordern, entschlossener gegen Fremdenfeindlichkeit im Sport vorzugehen.

Denn das wiederholte Auftreten von rassistischen Sprüchen, Gesängen und Transparenten in deutschen Sportstätten sollten wir nicht unbeantwortet lassen. Es gehört nämlich zum ureigensten Wesen des Sports, dass er alle Teilnehmer entlang seiner Regeln gleich behandelt, egal welcher Herkunft, Hautfarbe oder welchen Geschlechts sie sind.

So wurde zum Beispiel Alexandre Ntouba, dunkelhäutiger Schiedsrichter aus dem Rheinland, bereits mehrfach Opfer massiver rassistischer Anfeindungen auf dem Sportplatz. Der Arzt pfeift seit 1996 Fußballspiele in unteren Ligen, wo TV-Kameras, Polizeikräfte und Absperrungen zwischen Feld und Tribüne unbekannt sind. In einem Amateurfußball-Forum hat jemand über Herrn Ntouba geschrieben `Lass den Bananenpflücker mal kommen.´ Das ist unerträglich und genau dagegen sollten wir kämpfen!

Auf www.gegenrassismus.org können Erfahrungen und Meinungen zum Thema ausgetauscht werden. Dort sollen persönliche Erlebnisse aus möglichst vielen verschiedenen Sportarten zusammengetragen werden, um den disziplin-übergreifenden Charakter von „Sportler gegen Rassismus“ zu verdeutlichen. Ich denke wir aus der Fussballgruppe können hier genauso mitreden.

Verschiedene prominente Mitglieder des „sportme“-Netzwerks, wie die Eishockey-Profis der Frankfurt Lions oder Feldhockey-Weltmeister Carlos Nevado haben bereits ebenfalls ihre Unterstützung zugesagt. „Sportliche Begeisterung lebt heutzutage sehr stark von Vorbildern. Wenn sich prominente Aktive klar zu Toleranz und Miteinander bekennen, stärken sie junge Sportler, sich in jeder Situation gegen Rassismus zu engagieren“, sagt Jeff Ulmer, Spieler der Frankfurt Lions.

www.gegenrassismus.org


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2. Advent: Us dem Dunkle en et Leech

9. Dezember 2007, Oliver

Us dem Dunkle en et Leech
Gedanke nohm Charlie Chaplin

Jede Minsch sollt däm andere helfe.
Nur esu verbessere mer de Welt.
Mer sollten am Glöck vun andere deilhan
un et im nit neide.
Wat mer veraachte, brängk uns nit nöhter!
Hee op der Welt es Plaatz för se all,
de Mutter Ääd es rich genog.
Jeder vun uns künnt satt wäde.
Et Levve, dat künnt wunderbar sin!
Mer müsse bloß wieder liere, ze levve.
Wie off es Gods en de Minsche verschödd gegange.
Sin uns Siele ald vergeff?

Mer han neu Saache op de Bein gebraht,
ävver selvs si’mer stonn geblevve.
Wat nötz uns all et Wesse, uns Klogheit,
wa’mer ennerlich stonn blieve?
Mer spreche un föhle nit deef genog,
un wo bliev dann de Minschlichkeit?
Mer han Maschine, die för uns arbeide,
ävver zoeesch kummen de Metminsche.
Ohne de Leev, de Gedold es uns Levve nix wäät.

Us dem Dunkle künne mer an et Leech kumme,
en de neu Welt, wo de Hoffnung litt.
En Zokunf, die uns all gehööt.

Quelle: Infoheft Akademie för uns kölsche Sproch, Nov. 2004 – April 2005

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Jubiläumsalbum: U2 - The Joshua Tree wird 20 Jahre

8. Dezember 2007, Oliver

Ein Meilenstein wird 20 Jahre alt. Zum Jubiläum legen U2 THE JOSHUA TREE am 7. Dezember 2007 neu auf. Die irische Rockformation unterzog das legendäre Album einer optimierten digitalen Runderneuerung. Die Anniversary Edition erscheint in vier Formaten: Als Standard- und Doppel-CD, 2-CD-Box-Set mit Bonustracks und zusätzlicher DVD sowie eine Doppel- Vinylausgabe. Als das fünfte Studioalbum von U2 am 9. März 1987 auf Island Records veröffentlicht wurde, ahnte die Band nicht, das der von Brian Eno und Daniel Lanois produzierte Songzyklus zum erfolgreichsten Werk der gesamten Laufbahn avancieren sollte.

Das limitierte Box-Set gibts hier:

Aufgenommen in der Heimatstadt Dublin in Bassist Adam Claytons Besitz Danesmoate House, im Privathaus von Gitarrist The Edge und in den Windmill Lane Studios, ernteten die 11 Tracks zahlreiche Preise und Auszeichnungen: Allein in den USA erzielte THE JOSHUA TREE bis 1995 unglaubliche 5 mal Doppel-Platin. In Großbritannien erstaunliche sechs mal Platin. Einmal Doppel-Platin gabs in Deutschland. Rund um die Welt platzierte sich das Werk auf der Pole Position. Bei den renommierten Grammy Awards 1988 gewann das Meisterwerk in der Kategorie Best Album. “I Still Haven’t Found What I’m Looking For” holte sich bei gleicher Veranstaltung Best Rock Performance By A Duo Or Group und “Where The Streets Have No Name” Best Video Performance. Bei den MTV Awards 1987 wurde “With Or Without You” mit dem Viewer’s Choice Award ausgezeichnet. Das US-Magazin Rolling Stone vergab für THE JOSHUA TREE sensationelle vier Preise: Best Album, Best Album Cover, Best Producer (Daniel Lanois / Brian Eno) sowie Best Songwriter (Bono). Und legte sogar noch nach: Als Best Single und 2nd Best Video wurde “With Or Without You”, als 2nd Best Single und Best Video “Where The Streets Have No Name” und als 3rd Best Single “I Still Haven’t Found What I’m Looking For” prämiert.
Die Standard-CD beinhaltet Liner Notes von Bill Flanagan, sämtliche Lyrics und unveröffentlichte Fotografien aus Anton Corbijns Archiv. Für die Doppel-Vinyl-Ausgabe werden zwei 12 Inches Audiophil Discs mit je180g gepresst. In der Deluxe Edition findet sich eine zweite CD mit B-Seiten und Demos der Original-Sessions. Das limitierte Box-Set schließlich enthält zwei CDs und eine DVD mit Konzertmitschnitten der “The Joshua Tree Tour” aus dem Hippodrome in Paris sowie weitere filmische Raritäten. Dazu gibts ein 56-seitiges Booklet mit Corbijn-Impressionen, handgeschriebene Songtexte von Bono, Adam Clayton, Brian Eno, Daniel Lanois, Corbijn, Steve Averill, David Batstone, René Castro sowie ein spezielles Essay von The Edge.


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Scheidung und Trennung als Umweltsünde

4. Dezember 2007, Oliver

Ein interessanter Bericht eben in SWR3. Die zunehmende Zahl der Scheidungen und Trennungen ist schlecht für die Umwelt! Dies will zumindest ein Forscherteam um Jianguo Liu und Eunice Yu von der Michigan State University Michigan State University in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Proceedings of the National Academy of Sciences herausgefunden haben.

Denn immer mehr Single-Haushalte benötigen immer mehr Platz und damit auch immer mehr Energie. Wären die Paare zusammengeblieben, wären 2,4 Billionen Liter Wasser nicht verbraucht worden. Durch Trennungen müssen 38 Milliarden zusätzliche Zimmer geheizt und beleuchtet werden. “Geschiedene Haushalte sind kleiner als verheiratete, aber sie verbrauchen pro Kopf mehr Fläche, Wasser und Energie als jene, in denen mehrere Menschen unter einem Dach zusammen leben”, so Liu, der in zwölf Staaten solche Analysen durchgeführt hatte. „Die Leute sprechen darüber, wie man die Umwelt schützen und den Klimawandel bekämpfen kann, aber Scheidungen sind ein bisher vernachlässigter Faktor, den man berücksichtigen muss”.

Ein kleines Detail am Rande gibt es jedoch: Wenn sich Geschiedene erneut verheiraten, verringern sich die Umweltkosten auf die ursprünglichen Werte.


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43 Mio € LOTTO Jackpot

4. Dezember 2007, Oliver

Der aktuelle LOTTO Jackpot steht momentan bei 43 Mio. € welcher vielleicht am kommenden Mittwoch einen glücklichen Besitzer findet. Auch wenn die statistische Chance diesen zu gewinnen bei 1:140 Mio. liegt, ist die Verlockung doch ziemlich groß der Glückliche zu sein. Getreu dem naiven Motto “et kütt wie et kütt” werde ich hier meine 12,50 € investieren. Zur Not begnüge ich mich natürlich auch mit “nur” 6 Richtigen. Hier ist die Chance immerhin grandiose 1:14 Mio. diesen abzuräumen. ;-) Also los… direkt hier über Tipp24.de mitspielen! Zahlen tippen und einfach per Bankeinzug oder Kreditkarte bezahlen. Viel Glück!





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1. Advent: Der kleine Baumwollfaden

2. Dezember 2007, Oliver

Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass es nicht ausreicht, so, wie er war: “Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach”, sagte er sich, “und für einen Pullover zu kurz. An andere anzuknüpfen, habe ich viel zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und farblos. Ja, wenn ich aus Lurex wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid. Aber so?! Es reicht nicht! Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Niemand mag mich - und ich mich selbst am wenigsten.”
So sprach der kleine Baumwollfaden, legte traurige Musik auf und fühlte sich ganz niederge-schlagen in seinem Selbstmitleid.

Währenddessen läuft draußen in der kalten Nacht ein Klümpchen Wachs in der beängstigenden Dunkelheit verzweifelt umher. “Für eine dicke Weihnachtskerze bin ich viel zu klein” jammert es “und wärmen kann ich kleines Ding alleine auch niemanden. Um Schmuck für eine tolle große Kerze zu sein, bin ich zu langweilig. Ach was soll ich denn nur tun, so alleine in der Dunkelheit?”

Da kommt das kleine Klümpchen Wachs am Häuschen des Baumwollfadens vorbei! Und da es so sehr fror und seine Angst so riesig war, klopfte es schüchten an die Türe.
Als es den niedergeschlagenen kleinen Baumwollfaden sah, kam ihm ein wundeschöner Gedanke. Eifrig sagte das Wachs: “Lass dich doch nicht so hängen, du Baumwollfaden. Ich hab’ da so eine Idee: Wir beide tun uns zusammen. Für eine große Weihnachtskerze bist du zwar als Docht zu kurz und ich hab’ dafür nicht genug Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal. Es ist doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu jammern!”

Teelichter

Ein kleines Lächeln huschte über das Gesicht des Baumwollfadens und er wurde plötzlich ganz glücklich. Er tat sich mit dem Klümpchen Wachs zusammen und sagte: “Nun hat mein Dasein doch einen Sinn.”

Wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden und kleine Wachsklümpchen, die sich zusammentun könnten, um der Welt zu leuchten?!


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